Homer Hickam – Rocket Boys

Sonny wohnt mit seiner Familie in Coalwood, einer Bergbaustadt, die allein zu diesem Zweck entstanden ist. Alle Häuser gehören der Zeche, (fast) alle Menschen arbeiten für die Zeche, und Sonnys Vater ist so etwas wie der technische Leiter. Deshalb ist er fast nie Zuhause. Die Zeche ist sein Leben, und er will unbedingt, dass Sonny auch einmal in der Zeche arbeitet. Doch der hat ganz andere Träume. Denn zur gleichen Zeit ist ganz Amerika aufgeregt, weil es den Russen gelungen ist, ihren Sputnik ins All zu schießen und damit den Amerikanern weit voraus zu sein. Sonny beschließt, dass er später für Wernher von Braun arbeiten und das Raketenprogramm Amerikas voranbringen will. Zwar ist sein Vater, zumindest anfangs, strikt dagegen, doch seine Mutter, Elsie, unterstützt ihn dabei, denn sie will ihren Sohn auf keinen Fall unter Tage sehen.

Sonny hat ein paar gute Freunde, die zu jeder Schandtat bereit sind, und so werden sie die Rocket Boys und ziehen bald enorm viel Aufmerksamkeit auf sich, denn ihre Raketen fliegen besser, höher, als alle jemals gedacht hätten.

Der Untertitel „Roman einer Jugend“ deutet bereits an, worum es geht. Sonny Hickam erzählt mit viel Wärme von den Jahren, in denen er erwachsen geworden ist. Er musste Rückschläge hinnehmen, Verluste verarbeiten, mit den Mädchen ist das auch so eine Sache, doch er erfährt auch viel Unterstützung und Hilfe bei seinen Projekten, manchmal durchaus von unerwarteter Seite. Doch Sonny ist auch hartnäckig, willensstark und auch wenn er sich nach der Liebe und vor allem der Anerkennung seines Vaters sehnt, lässt er sich nicht lange von seinem Weg abbringen, wenn er die nicht erhält.

Insgesamt ist dieser Roman sehr einfühlsam erzählt. Er präsentiert eine noch gar nicht so lange vergangene Zeit, die dennoch nicht mehr präsent ist und schon ziemlich altmodisch anmutet. Auch die geschichtliche und soziale Dimension trägt zum breiten Bild bei, das der Roman vermittelt. Die Leser können eintauchen in Sonnys Welt, mit ihm mitfiebern und ihn ganz nah auf seinem Weg begleiten.

 

Tom Fletcher – Der Weihnachtosaurus

William wünscht sich zu Weihnachten einen echten Dinosaurier. Er liebt Dinosaurier über alles und könnte wirklich etwas brauchen, das ihn aufmuntert, denn er sitzt im Rollstuhl, seine Mutter ist tot und dann kommt noch Brenda Pein, eine böse Schülerin, in seine Klasse.

 

Williams Vater liebt Weihnachten und erzählt William oft die Geschichten vom Nordpol. Von den Wichteln, die da arbeiten, um all die Weihnachtsgeschenke zu ernten und dass sie immer in Reimen sprechen …

Diese Geschichten unterscheiden sich deutlich von denen, die andere Menschen so erzählen. Aber Williams Vater behauptet steif und fest, dass es so ist.

Eigentlich hadert William nicht mit der Tatsache, dass er im Rollstuhl sitzt, doch seit Brenda da ist, wird er immer unsicherer und unglücklicher, denn sie versucht mit allen Mitteln, ihn fertig zu machen, und das gelingt ihr zunehmend.

Was William nicht weiß, die Leser aber schon ist, dass er beobachtet wird.

Am Nordpol laufen die üblichen Festvorbereitungen. Dabei finden die Wichtel ein Ei, aus dem ein Dinosaurier schlüpft. Er wächst beim Weihnachtsmann heran, beneidet die Rentiere, die den Schlitten ziehen und fliegen können und fühlt sich ziemlich einsam, weil es so einen wie ihn nicht noch einmal gibt.

Als der Weihnachtsmann Williams Wunschzettel liest, beginnt er höchstpersönlich, einen Flauschdino für William zu basteln. Damit beginnt das Unheil.

Die Geschichte ist von überbordender Fantasie geprägt. Die Figuren sind einem sofort sympathisch oder unsympathisch (was sich durchaus im Laufe der Geschichte noch ändern kann), jeder hat seine Macken oder Vorlieben, Schwächen oder Eitelkeiten. Doch alle sind gut zu verstehen.

Die Schwarz-Weiß-Illustrationen sind zielgruppengerecht, ebenfalls sehr humorvoll, zeigen aber nicht immer, was im Text steht, was an manchen Stellen ein wenig verwundert.

Zudem ist das Buch ziemlich brutal (jedenfalls an einigen Stellen), gleich zu Anfang werden alle Dinosaurier vernichtet, nicht im Rückblick, sondern die Leser sind life dabei, jemand wird gefressen und auf jemanden wird geschossen. Insgesamt ist für mich nicht ganz klar geworden, wozu das notwendig ist, sicher hätte man die Gefahr (und damit die Spannung) auch anders darstellen können.

Sprachlich lässt es sich sehr flüssig lesen, Kommentare des Autors stehen in Klammern und erzeugen eine weitere humorvolle Ebene, es gibt viele Dialoge, der Text ist breit gesetzt und sowohl zum selber Lesen als auch zum Vorlesen geeignet.

Ein wenig eingeschränkt ist das bei den (doch sehr) langen gereimten Passagen (die Wichtel reden nur in Reimen), die sich schwierig vorlesen lassen und nicht wirklich schön geraten sind. Diese Passagen sind oftmals nicht so leicht verständlich, da sie wegen des Reims eben etwas besonders formuliert wurden.

Insgesamt macht es Vergnügen, dieses Buch zu lesen. Die Kinder sollten jedoch keinesfalls jünger als 8 Jahre sein, eher noch etwas älter.

Amor Towles – Ein Gentleman in Moskau

Graf Rostov wird zum Tode verurteilt, weil er für die neuen Machthaber in Russland unangemessen erscheinende Gedichte geschrieben hat oder auch, eben weil er ein Graf ist. Die Todesstrafe wird im letzten Augenblick aufgehoben und in eine lebenslange Haft im besten Luxushotel am Platz umgewandelt. Hier dafür allerdings keine Suite bewohnen, sondern ein kleines Zimmerchen im sechsten Stock direkt unter dem Dach.

Graf Alexander wächst einem beim Lesen sofort ans Herz. Er ist korrekt, aufmerksam und einfach immer optimistisch. Egal, was das Leben ihm bietet, er setzt sich damit auf seine ganz besondere Art und Weise auseinander. Ob es sich um einen Kellner oder um einen Gast, wie zum Beispiel das Mädchen Nina, handelt, er versetzt sich in ihre Lage und tut alles, um Ihnen zu helfen. Problematisch an der ganzen Sache ist natürlich, dass die anderen jederzeit das Hotel verlassen können, er jedoch auf Gedeih und Verderb hier gefangen ist. Verständlich erfährt er, was sich außerhalb des Hotels abspielt, da die anderen ihm alle notwendigen Informationen mitbringen.

Die Geschichte spielt in den dreißiger Jahren in Russland und vermittelt einen sehr bleibenden Eindruck von den politischen und sozialen Entwicklungen jener Zeit. Doch der eigentliche Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte ist Graf Alexander, ein Gentleman der ganz alten Schule mit einem ganz speziellen Verhältnis zur Welt.

Der Text fließt mit enormer Geschwindigkeit und saugt einen in den Roman hinein. Obwohl eigentlich nicht wirklich etwas Spannendes geschieht, will man doch unbedingt wissen, wie es weitergeht will den Grafen in seiner Gefangenschaft begleiten. Der Mikrokosmos des Hotels wird ihm zur Welt, beschäftigt seine Gedanken, seine Gefühle und wird ihm letztlich zum Lebenszweck.

Ein rundum zu empfehlendes Buch mit einer großen Tiefe und einer wirklich liebenswürdigen Hauptfigur, die einem noch lange in Erinnerung bleibt.

Rezension wurde mit der „Edelfeder“ von vorablesen.de ausgezeichnet.

Anne Chaplet – In tiefen Schluchten

Anne Chaplet hat hier eine andere Art Krimi geschrieben. Im Vordergrund steht nicht unbedingt die Ermittlung eines oder mehrerer Täter, sondern die Begleitumstände, die historischen Hintergründe, die lokalen Besonderheiten. Verknüpft wird dies alles durch Tori Godon, eine deutsche Anwältin, frisch verwitwet, die sich in ihre französische Lebensumwelt einfinden will und muss. Sie hat mit ihrem (verstorbenen) Mann, Carl, ein sehr altes Haus gekauft, das Geschichte aus jeder Mauerfuge atmet und so einige Besonderheiten und Geheimnisse birgt.

Ausgelöst wird der aktuelle Fall durch das Verschwinden eines Holländers, der sich mit einem alten Franzosen unterhalten hat. Dieser Franzose, Didier Thibon, stirbt bald darauf unter ungeklärten Umständen. Weitere ominöse Todesfälle folgen.

Schließlich macht Tori sich auf, den Holländer zu suchen, da sich sonst niemand für sein Verschwinden zu interessieren scheint.

Ein Kampfhund spielt ebenso eine wichtige Rolle, genau wie ein Restaurateur, undurchsichtige Nachbarn und ein Polizist. Also, eigentlich ist alles da für einen Krimi. Doch Chaplet entwickelt die Geschichte betont beschaulich. Der Ort Belleville ist frei erfunden, doch das Vivarais an den Cevennen mit seiner hugenottischen Vergangenheit gibt es wirklich. Daraus webt die Autorin einen Fall aus Schuld, Verrat und Sühne, der sich spannend liest. Da die Ich-Erzählerin Tori genauso viel zu entdecken hat wie die Leser, ist man nah dran und gern bereit, Tori auf ihrem Weg zu folgen.

Maja Lunde – Die Bienen

Das Titelbild (ockergelber Hintergrund) zeigt eine tote Biene, die auf dem Boden liegt. Während der Hintergrund matt ist, wurde die Biene leicht eingeprägt und glänzt. Darüber stehen in schwarzer Schrift Autorenname und Titel, sowie das Wort Roman. Schlicht und schön. Das Titelbild hat mich gleich beim ersten Anschauen fasziniert.

Packt man das Buch aus, ist es honiggelb.

Inhaltlich erfährt man die Geschichte von drei Familien in drei unterschiedlichen Zeitaltern. Da ist zum einen William, im England des Jahres 1852, der gern Naturforscher wäre und schließlich in den Bienen und der Erfindung eines neuen Bienenstockes seine Berufung findet. In den USA, genauer in Ohio, arbeitet George im Jahr 2007 als Imker. Er träumt davon, dass sein Sohn Tom das Unternehmen eines Tages übernehmen wird, doch der studiert und interessiert sich für ganz andere Dinge. Dann beginnen die Bienenvölker eines Tages zu sterben.

Tao ist Arbeiterin China. Sie lebt im Jahr 2098. Die Menschen müssen alle Blüten von Obstbäumen etc. von Hand bestäuben, weil die Bienen ausgestorben sind. Das hat zu großen Hungerkatastrophen geführt. An einem ihrer wenigen freien Tage mach Tao mit ihrem Mann Kuan und dem vierjährigen Sohn Wei-Wen einen Ausflug. Wei-Wen erleidet einen Unfall und verschwindet in dem unüberschaubaren China. Doch Tao gibt nicht auf und beginnt, ihren Sohn zu suchen.

Was sich in der Zusammenfassung so unspektakulär anhört, erschafft im Roman einen Kosmos, in dem die Bienen und ihre Geschichte das bestimmende und verbindende Element darstellen. Das Leben der drei Protagonisten, das jeweils aus ihrer Perspektive erzählt wird, wobei sich die einzelnen Perspektiven streng in eigenen (recht kurzen) Kapiteln abwechseln, wird jeweils in der „Ich-Form“ erzählt, so dass die Leserinnen und Leser einen unmittelbaren Eindruck von den Gedanken und Gefühlen der Erzähler bekommen. Schnell erkennt man, wo sie irren, wo sie unrealistisch sind, wo sie sich selbst betrügen.

In der Zusammenschau erfährt man ziemlich genau, was zum Aussterben der Bienen geführt hat und können erkennen, dass jetzt gerade noch Zeit ist, wenn wir ein ähnliches Geschehen in unserer Realität verhindern wollen. Einige der genannten Gründe, wie die Milben, sind ja bereits am Wirken.

 

  • btb Verlag (20. März 2017), 20 €
  • ISBN-13: 978-3442756841

 

Nachfolgeband zu „Kürzestkrimis schreiben“

Das kleine Büchlein erhält viele positive Rückmeldungen, das freut mich sehr.

So zum Beispiel von PE im Juli: „Über einen Nachfolger zu diesem sehr lesenswerten Buch würde ich mich sehr freuen. Hier stimmt alles: Inhalt, Aufmachung, Buchgestaltung. Hat Spaß gemacht.“

Oder von Marktbetrachter, auch im Juli: „Ein MUSS für alle die sich in kurzen, kürzesten und allerkürzesten Geschichten oder Haikus versuchen wollen, aus Spaß am Schreiben unter liebevoller Anleitung der Autorin Sabine Hartmann. Einfach und verständlich erklärt, mit Beispielen und farbigen Illustrationen wird der Leser zum Autor. Wer glaubt, je kürzer, umso einfacher, hat sich geschnitten. Aber mit der richtigen Anleitung schafft man den Anspruch. Nett handlich für die Tasche, die Schreibidee to Go. So was gab es noch nicht.“

Ich arbeite zwar schon seit längerer Zeit an einem umfangreicheren „Lehrbuch zum Schreiben von Kurzkrimis“, aber das wird sich nicht für die Hosentasche eignen, dafür ist das Thema dann doch zu komplex.

Trotzdem machen mir die kurzen Formen auch immer besonderen Spaß und so habe ich natürlich über einen Nachfolger zu „Kürzestkrimis schreiben“ für unterwegs nachgedacht. Folgende Themen sind mit eingefallen:

  • Märchen
  • Gedichte
  • Flash Fiction
  • Fabeln
  • Sagen oder
  • Aphorismen

Was meint ihr? Welches Thema würde euch am meisten interessieren?

Freue mich über jede Rückmeldung.

Gern auch andere Themenvorschläge.

Das Büchlein enthält viel Platz für eigene Ideen und Texte, teilweise Farbdruck.

 

Kikerifusch

Derzeit arbeite ich – gemeinsam mit Kristin König-Salbreiter aus Westfeld – an meinem ersten Bilderbuch.

Diedschäy und sein Freund finden ein schwarzes Ei im Garten und sorgen dafür, dass es ausgebrütet wird.

Die fröhlichen Zeichnungen von Kristin machen das Buch zu einem Highlight – versprochen.

Die ersten Bilder folgen bald.

Kopfkino auf dem Weihnachtsmarkt

Jeden Tag ab 15.30 Uhr laden die Mitglieder des Autorenkreises „Wort für Wort“ alle Kinder in die Hagebauhütte für Kunst und Literatur auf dem Weihnachtsmarkt ein. Dort finden interessante Aktionen mit ganz unterschiedlichen Künstlern statt. Die Illustratorinnen Kristin König-Salbreiter und Helga Kloppenburg malen mit den Besuchern und erzählen, wie Buchillustrationen entstehen. Autorinnen und Autoren lesen Geschichten vor. Es wird gebastelt: von Butterbrottütensternen über musikalische Engel bis zu Geschenken in letzter Minute gibt es jeden Tag ein anderes Angebot. Was genau steht auf einer Tafel vor der Hütte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Hütte ist geheizt.

„Wir wollen den Kindern vermitteln, wie viel Spaß es macht, Geschichten zu erzählen, zu lesen oder zu hören“, sagt Sabine Hartmann, die Leiterin des Autorenkreises. Ulrike Boblitz beispielsweise ist überhaupt nur deshalb zum Autorenkreis gekommen, weil sie spannende und lustige Geschichten für Kinder im Kindergartenalter schreiben wollte. Nun ist mit „Die Abenteuer des Hauselfen Carlito“ ihr erstes Kinderbuch erschienen, aus dem sie gern, oft in Begleitung von Carlito, vorliest.

„Beim Hören oder Lesen von Geschichten versetzen die Kinder sich in die Helden hinein, fühlen mit ihnen mit“, erläutert Hartmann. „Das stärkt die Empathiefähigkeit und fördert ein soziales Miteinander.“

Aus diesem Grund beteiligt sich der Autorenkreis in diesem Jahr am Alfelder Weihnachtsmarkt. In der Schreib-Bar werden Bücher und Kunsthandwerk rund ums Lesen und Schreiben, wie Leseratten, Leseknochen, Notizbücher, Stifterollen, Schachteln und vieles mehr angeboten. „Ein signiertes Buch ist immer ein tolles, persönliches Geschenk“, sagt Lieselotte Herwig, deren „Gehen Sie irgendwohin“ quasi noch druckfrisch ist.

In der Hagebauhütte direkt neben der Schreib-Bar finden die Aktionen statt. Neben dem Nachmittagsangebot findet dort auch die Reihe: „Am Abend vorgelesen“ statt. Weihnachtsmarktbesucher können sich dort eine Auszeit gönnen und spannenden, romantischen, mörderischen oder adventlichen Geschichten lauschen.

Außerdem ruft der Autorenkreis zu einem Schreibwettbewerb zum Thema „Wintergeschichten“ auf. Die Texte, Comics oder Zeichnungen können bis zum 20.12.2017 in der Schreib-Bar abgegeben oder online über verlag@hottenstein.de eingereicht werden. Prämiert werden die Werke jeweils in vier Altersstufen: Kindergarten, Grundschule, Jahrgänge 5 – 10 und Oberstufe. Die 1. Preisträger gewinnen eine Autorenlesung für Klasse oder Kindergarten und ein signiertes Buch. Die 2. bekommen zwei Bücher nach Wahl aus dem Hottenstein Verlag, die Drittplatzierten je eines.

Die öffentliche Preisverleihung findet am Samstag, den 23.12.2017 um 14.00 Uhr auf der Bühne des Weihnachtsmarktes statt.

Alle eingereichten Geschichten und Bilder haben die Chance, in einem Weihnachtsgeschichtenbuch veröffentlicht zu werden, auch wenn sie keinen der ersten drei Plätze belegt haben.

Weitere Informationen unter 05065 1781 bei Sabine oder Martin Hartmann.

 

Der Krimikalender ist fertig

Unsere Landschaft ist idyllisch, die Stadt lebendig und aktiv, doch manchmal trügt der Schein. Da brodeln auch Eifersucht und Geldgier, Untreue und Ohnmachtsgefühle, die sich manchmal ihren Weg in die Welt bahnen. 31 Autorinnen und Autoren sind – an den schönsten Orten unserer Gegend – diesen und anderen Gefühlen auf den Grund gegangen. Herausgekommen sind 53 Kurzkrimis, die Stadt und Landkreis aus einer ganz neuen Perspektive präsentieren – als Tatorte.

Dabei geht es spannend zu und überraschend, aber auch humorvoll.

Genießen Sie ein Jahr lang, in jeder Woche einen neuen, mörderischen Blick auf Hildesheim und den Landkreis.

Nach einem Aufruf des Hottenstein Buchverlages aus Sibbesse, meldeten sich viele Autoren spontan mit einem Krimi aus ihrem Lebensumfeld. Aber auch der Autorenkreis „Wort für Wort“ unter der Leitung von Krimiautorin Sabine Hartmann beteiligte sich. Einige Autoren brachten so viel kriminelle Fantasie auf, dass sie sogar mit mehreren Krimis, die an verschiedenen Orten spielen, dabei sind. Neben Peter Hereld und Petra Hartmann beteiligten sich weitere „Hildesheimliche“ Autoren an dem Projekt, sodass die Leser sich in der Tat über Kurzkrimis aus ganz verschiedenen Federn freuen können.

„Von Sarstedt über Gronau, Alfeld bis Freden, von Elze über Sibbesse, Bad Salzdetfurth bis Bockenem, wir decken wirklich den ganzen Landkreis ab“, freut sich Verleger Martin Hartmann. Selbst kleinere Orte wie Deilmissen, oder Hotteln wurden berücksichtigt und natürlich die Stadt Hildesheim.

Auf jeder Seite findet sich ein Krimi, begleitet von mindestens einem Foto, das einen Ort oder Gegenstand zeigt, der im Text eine Rolle spielt. Die Leser werden viele Ansichten wiedererkennen.

Der Krimikalender im Format 33,5 x 24 cm ist im Hottenstein Buchverlag, Sibbesse, erschienen und kostet 21,50 Euro.