Wunderbar fantastische Adventsgeschichte

Wieder einmal eine ganz fantastiosche Leseempfehlung für alle Drachenfreunde

Tobias Goldfarb, Spekulatius der Weihnachtsdrache, ein Adventsbuch in 24 Kapiteln, Schneiderbuch

Mats ist – nach Ansicht seiner Mutter – zu alt für ihren selbstgebastelten Adventskalender mit kleinen Päckchen und Süßigkeiten. Stattdessen bekommt er einen Kalender mit schlauen Sprüchen, die ihn ziemlich verärgern. Doch als er durch die Stadt läuft, sieht er genau den Spruch, den er an diesem Tag aus dem Kalender genommen hat, an einem Schaufenster. Als er hineingeht, trifft er auf die Besitzerin, Frau Karma, die ihm ein goldenes Ei schenkt, das sie von einer Reise mitgebracht hat.

Danach verändert sich alles für Mats. Aus dem Ei schlüpft ein winziger Weihnachtsdrache. Er ist golden, hat kleine Flügel und lernt bald, sich mit ihnen zu verständigen. Mats kleine Schwester Matilda weiß auch Bescheid und unterstützt Mats tatkräftig dabei, den kleinen Drachen vor den Eltern und allen anderen versteckt zu halten.

Das ist nicht ganz so einfach, wie es sich anhört. Wie der Drache „Specki“ Spekulatius fliegen lernt, warum er so gerne Lebkuchen frisst und Kakao trinkt, was er als Pipi von sich gibt, woher er stammt und worin sein Geheimnis besteht, das alles wird in den 24 Kapiteln dieses wundervollen Adventskalender-Weihnachtsbuches stimmungsvoll erzählt.

Das Buch ist in Weihnachtsrot eingebunden. Die einzelnen Kapitel sind immer 7 Seiten lang, sodass man etwa ein Viertelstündchen zum Vorlesen benötigt. Der Text wird von zahlreichen, niedlichen, aber nicht süßlichen Illustrationen begleitet. Sie lockern den Text auf, sind humorvoll und bieten Anlass zum Austausch über das Gelesene bzw. Gehörte. Kinder werden einen Heidenspaß an der ganz besonderen Sprache des kleinen Drachen haben – sie eignet sich perfekt zum Nachmachen.

Jedes Kapitel beginnt mit einer bunt gestalteten Seite auf grünem Grund, die den Tag angibt, an dem dieser Teil der Geschichte gelesen werden sollte, wenn man bis Weihnachten alles wissen möchte, was es mit Spekulatius auf sich hat und ob die ganze Sache gut ausgeht. Ich gehe allerdings davon aus, dass die meisten Familien eher alles ausgelesen haben. Das wäre aber auch nicht schlimm. Beim zweiten Lesen entdeckt man sicher noch Details, die einem entgangen sind.

Peine Krimiband 2: eiskalt & totenstill

Der 2. Peine Krimiband nimmt Gestalt an. Hier schon einmal ein erster Blick auf das neue Titelbild.
Foto von Gabriele Jensch.
ISBN für Vorbestellungen: 9783935928885, 9,90 €, rund 320 Seiten, Erscheinungstermin 10.10.18
Wonnemonat Mai

Ein strahlender Tag, die Sonne gab ihr bestes für ihre Hochzeit. Hundert Gäste, die nach der Trauung in der Jakobikirche zum Mittagessen in den Lönskrug eingeladen waren. Ein Traum von einem weißen Kleid, in edler Spitze. Die Blumenkinder, einfach nur himmlisch. Dieser besondere Tag konnte nur der glücklichste ihres Lebens werden.

Plötzlich wurde ihr schlecht, der Magen krampfte, sie sank zu Boden.

Der Bräutigam stand hilflos daneben und sah sich flehend um.

Endlich hatte der Empfangssekt seine Wirkung gezeigt und der Organist spielte wie bestellt das Lied „Er gehört zu mir“ von Marianne Rosenberg.

Danach wurde es totenstill, nicht nur in diesem Kürzestkrimi von Sabine Schymosch.

Die Krimis in diesem Band begleiten die Täter an den Eixer See, in die Peiner Innenstadt, nach Vöhrum und an die Fuhse, bis es totenstill wird. Wenn dann die Kommissare gerufen werden, spüren sie die Verzweiflung der Opfer und setzen alles daran, den eiskalten Mördern das Handwerk zu legen.

 

29 kürzere und längere Krimis von Peiner Autoren und von mir.

Holle Krimi

Derzeit arbeite ich mit Hochdruck am Holle-Krimi. Nils und Kofi tappen noch völlig im Dunkeln, und Bea ist auch nicht viel schlauer, schiebt aber derbe Panik.

Die ersten 100 Seiten stehen – das ist doch schon mal eine schöne Basis.

Jetzt gibt es auch schon den Titel: Zu spät – schon tot — Holle kriminell und einen Klappentext.

Als Bea ihren Auftraggeber, den Bauunternehmer Dehning, tot in seinem Büro auffindet, flieht sie aus dem Haus. Damit will sie nichts zu tun haben.

Doch ihre Vergangenheit holt sie ein, selbst in Holle, wo sie sich sicher fühlte. Sie muss sich entscheiden: fliehen oder kämpfen?

Für die Hildesheimer Kommissare und ihren Holler Kollegen Nils deutet alles darauf hin, dass Dehnings Tod mit dem Bau des Autobahnkreuzes oder der Stromtrasse zusammenhängt.

Doch wie passen die gestohlenen Kunstwerke und der tote Angler ins Bild?

Spannender historischer Roman

„Die Bücherjäger“ von Dirk Husemann, Bastei Lübbe, Juni 2018

Dieser historische (Kriminal?-) Roman spielt zur Zeit des Konstanzer Konzils, also um das Jahr 1417. Es beginnt mit einer sehr amüsanten Szene, in der der Papst um sein Leben rennt. Genauer gesagt einer der Päpste, denn gerade sind drei von ihnen im Amt. Doch es ist weniger der Papst, der in diesem Buch die Hauptrolle spielt, sondern Poggio, der Bücherjäger. Gemeinsam mit Oswald von Wolkenstein reist er in ein Kloster, das abgelegen in den Bergen liegt, um dort in der Bibliothek nach anderweitig verschollenen Büchern zu suchen. Tatsächlich finden Sie ein ausgesprochen interessantes Exemplar, das vom Abt des Klosters für so gefährlich gehalten wird, dass es sogar angekettet wurde. An diesem Ort begegnet ihnen auch Agnes von Mähren, eine Figur, die bald eine größere Rolle in der Geschichte spielt und für Poggio eine noch größere einnimmt.

Oskar von Wolkenstein hat eigene Pläne und hält sich nicht an die Absprache mit Poggio. Dieser ist ein begnadeter Bücherkünstler und würde niemals ein Buch stehlen. Stattdessen würde er es lesen und abschreiben, um es dann nach Rom zu bringen. Doch von Wolkenstein interessiert sich nicht dafür, er legt sogar Feuer der Bibliothek, um mit dem Buch entkommen zu können. Das lässt Poggio nicht auf sich beruhen und jagt ihm hinterher.

Der Autor, Dirk Husemann, arbeitet als Wissenschaftsjournalist und Archäologe, studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Ethnologie und schreibt Reportagen und Sachbücher, und gelegentlich eben auch den einen oder anderen historischen Roman. Seine Kenntnisse kommen ihm dabei ausgesprochen gelegen. Vollständige historische Korrektheit liegt ihm allerdings nicht so sehr am Herzen, wie ein spannender Plot oder die zugrunde liegende Figur, deren Beweggründe er darstellt.

Besonders gut hat mir an diesem historischen Roman gefallen, dass er sich trotz aller historischen Hintergründe und einer in gewisser Weise an die Zeit, über die erzählt wird, angepassten Sprache geschrieben ist, ausgesprochen flüssig und leicht lesen lässt.

In den normalen Erzählfluss eingebunden sind immer wieder Kapitel, die mit einem Stundenglas gekennzeichnet sind. In diesen Kapiteln erzählt der Autor die Vorgeschichte Poggios, wie er zu dem Mann geworden ist, als der er sich den Leserinnen und Lesern heute präsentiert.

Husemann gelingt es, seinen Figuren Leben und Tiefe einzuhauchen. Sowohl die Sympathieträger als auch die Bösewichte gestaltet er nachvollziehbar, sodass man als Leserin mit ihnen mitfiebert oder mitleidet.

Das Buch hält die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite und ist damit wirklich ein historischer Roman, den man auch Leserinnen und Lesern empfehlen kann, die keine ausgesprochenen Geschichtsfans sind.

 

Bücher zum Pflücken

Beim magischen Sommerfest in der Friedrich-Busse-Grundschule in Sibbesse gab es viele Bücher zum Pflücken – aber auch jede Menge aktive Kinder und Eltern.

Wir haben viele begeisterte Bastler, konzentrierte Jonglierer und aufmerksame Zuhörer betreut.

Schön auch, dass die Kinder sich so auf die Bücher gefreut haben, die sie sich zum Abschluss pflücken durften.

Premierenlesung zu „Il Mondo Carillon“ von Diana Naumann

Gestern fand die Premierenlesung von „Il Mondo Carillon“ mit Diana Naumann in Elze unter freiem Himmel statt. Der Kunstverein „Fundus“ hatte den Ort liebevoll geschmückt. Der Wettergott hatte ein Einsehen und die Autorin erzählte, las, schauspielerte ihre Geschichte um Susi und ihre verschwundene Großmutter in der Welt hinter der Spieluhr direkt in die Herzen der Zuhörer.