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Peine Krimiband 2: eiskalt & totenstill

Der 2. Peine Krimiband nimmt Gestalt an. Hier schon einmal ein erster Blick auf das neue Titelbild.
Foto von Gabriele Jensch.
ISBN für Vorbestellungen: 9783935928885, 9,90 €, rund 320 Seiten, Erscheinungstermin 10.10.18
Wonnemonat Mai

Ein strahlender Tag, die Sonne gab ihr bestes für ihre Hochzeit. Hundert Gäste, die nach der Trauung in der Jakobikirche zum Mittagessen in den Lönskrug eingeladen waren. Ein Traum von einem weißen Kleid, in edler Spitze. Die Blumenkinder, einfach nur himmlisch. Dieser besondere Tag konnte nur der glücklichste ihres Lebens werden.

Plötzlich wurde ihr schlecht, der Magen krampfte, sie sank zu Boden.

Der Bräutigam stand hilflos daneben und sah sich flehend um.

Endlich hatte der Empfangssekt seine Wirkung gezeigt und der Organist spielte wie bestellt das Lied „Er gehört zu mir“ von Marianne Rosenberg.

Danach wurde es totenstill, nicht nur in diesem Kürzestkrimi von Sabine Schymosch.

Die Krimis in diesem Band begleiten die Täter an den Eixer See, in die Peiner Innenstadt, nach Vöhrum und an die Fuhse, bis es totenstill wird. Wenn dann die Kommissare gerufen werden, spüren sie die Verzweiflung der Opfer und setzen alles daran, den eiskalten Mördern das Handwerk zu legen.

 

29 kürzere und längere Krimis von Peiner Autoren und von mir.

Holle Krimi

Derzeit arbeite ich mit Hochdruck am Holle-Krimi. Nils und Kofi tappen noch völlig im Dunkeln, und Bea ist auch nicht viel schlauer, schiebt aber derbe Panik.

Die ersten 100 Seiten stehen – das ist doch schon mal eine schöne Basis.

Jetzt gibt es auch schon den Titel: Zu spät – schon tot — Holle kriminell und einen Klappentext.

Als Bea ihren Auftraggeber, den Bauunternehmer Dehning, tot in seinem Büro auffindet, flieht sie aus dem Haus. Damit will sie nichts zu tun haben.

Doch ihre Vergangenheit holt sie ein, selbst in Holle, wo sie sich sicher fühlte. Sie muss sich entscheiden: fliehen oder kämpfen?

Für die Hildesheimer Kommissare und ihren Holler Kollegen Nils deutet alles darauf hin, dass Dehnings Tod mit dem Bau des Autobahnkreuzes oder der Stromtrasse zusammenhängt.

Doch wie passen die gestohlenen Kunstwerke und der tote Angler ins Bild?

Krimödie mit Herz – Lotte Minck: Planetenpolka

Ich kann mal wieder was empfehlen:

Lotte Minck, Planetenpolka, bei Droste erschienen.

Der Kommissar Arno Tillikowski ist nach einer Verletzung heute den ersten Tag wieder im Dienst, um ihn nicht gleich zu überfordern, soll er erst einmal Innendienst machen. Er langweilt sich zu Tode und ist zuerst hocherfreut, als Stella Albrecht bei ihm auftaucht. Doch dann kippt alles. Stella erzählt ihm, dass sie wegen eines Horoskops fest davon überzeugt ist, dass die schwerreiche Cäcilie von Breidenbach ermordet wurde und keineswegs, wie vom Arzt bestätigt, eines natürlichen Todes gestorben ist.

Er schickt sie weg und ist fest davon überzeugt, es mit einer Irren zu tun zu haben.

Doch Stella ist nicht verrückt. Sie versteht sich als Lebensberaterin und zieht die Aussagen der Sterne als Grundlage für ihre Empfehlungen zurate. Gleichzeitig begegnen einem im Roman aber auch andere Sterndeuter, die es mehr auf Macht und Geld abgesehen haben und nicht darauf, den Menschen zu helfen.

Stella lässt sich nicht beirren und beginnt, gemeinsam mit ihrem Freund, dem Journalisten Ben, der ebenfalls eine saftige Story wittert, zu ermitteln. Etwas schwierig für die Situation, als sich herausstellt, dass Ben und Arno befreundet sind.

Wir erleben Stella als gestandene Frau, die zwischen Mutter und Großmutter steht, sich aber in ihrem Leben eingerichtet hat und eigentlich zufrieden ist.

Genau wie Arno fehlt ihr allerdings ein Lebenspartner.

Der Kriminalfall entwickelt sich mit einigen Überraschungen und Verwirrungen, doch das steht gar nicht so sehr im Vordergrund. Das Lesevergnügen entwickelt sich in erster Linie aus dem schnoddrigen Erzählstil, der Situationskomik, dem (angemessenen und auch von Lesern aus anderen Bundesländern zu verstehenden) Dialekt und der Tatsache, dass sich weder Autorin noch Ermittlerin zu ernst nehmen.

Lotte Minck hat mit Loretta Luchs bereits eine Ermittlerin geschaffen, mit der die Leserinnen und Leser humorvoll durch einen Kriminalfall wandern können, doch mit Stella erschafft sie nun eine Ermittlerin, die einerseits überlegter vorgeht, andererseits durch ihren Beruf, eben die Astrologie, für interessante Einsichten steht.

Der Kriminalroman kündigt sich selbst als Krimödie an, was den Nagel auf den Kopf trifft. Viel Atmosphäre, ein akzeptabel spannender Kriminalfall und fantastische Figuren.