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Begegnungen

Anthologie mit Kurzgeschichten von Sabine Hartmann

Titelbild zur Anthologie „Begegnungen“

Natürlich ist jeder von uns auch ganz gern mal für sich – aber eigentlich machen die Begegnungen mit anderen unser Leben aus. Durch Begegnungen lernen wir Neues kennen, entwickeln uns weiter, werden beglückt, in Staunen versetzt oder auch enttäuscht.

Genau das ist der Vorteil literarischer Begegnungen. Als Leser sind wir hautnah dabei, können bei den Erlebnissen anderer mitfiebern und sogar Menschen begegnen, die vor langer Zeit gelebt haben.

Wir leben, lieben, leiden mit den Figuren und nehmen Anteil an ihren Schicksalen.

Freuen Sie sich auf Begegnungen mit Pu, dem Bären, Schutzengeln bei der Arbeit, einer überforderten Babysitterin und …

Hardcover, ISBN 978-3-96783-002-6, 18 €, 188 Seiten

Liebenswert und überraschend

Weihnachten mit Opa
von Sarah Welk

Jonas und seine Schwester Marie freuen sich auf Weihnachten, wie jedes Jahr und wie alle Kinder. Doch diesmal ist alles ein wenig anders, denn die Eltern der beiden sitzen auf Mallorca fest und werden frühestens Heiligabend in Deutschland ankommen. Das bedeutet, dass Marie und Jonas gemeinsam mit ihrem Opa alles vorbereiten müssen. Opa ist allerdings ein wenig anders drauf als die Eltern der Kinder, er ist lieber spontan und braucht viel Ruhe und seine Vorstellung von einem gemütlichen Weihnachtsfest deckt sich nicht mit der seines Sohnes und seiner Schwiegertochter …

Alles beginnt mit der Ankunft einer Freundin der Kinder auf dem Bahnhof. Lucky hat so viele Geschwister, dass ihre Mutter und sie froh sind, dass Lucky Weihnachten bei Marie und Jonas verbringen kann. Als sie Lucky vom Bahnhof abholen, begegnen sie seltsamen Security-Menschen, als sie den Weihnachtsbaum aus dem Wald holen wollen, begegnen sie zwei Obdachlosen, als sie die Weihnachtsgans abholen wollen, bekommen sie ein neues Haustier und keinen Braten …

Wie doch noch alles auf eine fröhliche und besondere Weihnachtsfeier hinausläuft, entwickelt sich auf 136 Seiten gemächlich und mit viel Sprachwitz und Humor.

Die Schwarz-Weiß-Illustrationen von Alexander von Knorre passen kongenial zum Text von Sarah Welk und unterstützen das Lesevergnügen.

Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Entwicklung und die Sprache ist für die Zielgruppe angemessen. Die Kinder sind eigenständige Charaktere und auch die Erwachsenen sind nicht bloße Abziehbilder, sondern bekommen ihre Eigenheiten.

Natürlich funktioniert Humor nicht ohne Übertreibung und Zuspitzung, doch das gelingt der Autorin, ohne jemanden in die Pfanne zu hauen oder vorzuführen.

Ein großes Lesevergnügen, das sich sicher auch hervorragend zum Vorlesen eignet.