{"id":930,"date":"2018-06-28T15:56:20","date_gmt":"2018-06-28T15:56:20","guid":{"rendered":"http:\/\/sabine-hartmann-sibbesse.de\/?p=930"},"modified":"2018-06-28T15:56:20","modified_gmt":"2018-06-28T15:56:20","slug":"spannender-historischer-roman","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sabine-hartmann-sibbesse.de\/?p=930","title":{"rendered":"Spannender historischer Roman"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Die B\u00fccherj\u00e4ger&#8220; von Dirk Husemann, Bastei L\u00fcbbe, Juni 2018<\/p>\n<p>Dieser historische (Kriminal?-) Roman spielt zur Zeit des Konstanzer Konzils, also um das Jahr 1417. Es beginnt mit einer sehr am\u00fcsanten Szene, in der der Papst um sein Leben rennt. Genauer gesagt einer der P\u00e4pste, denn gerade sind drei von ihnen im Amt. Doch es ist weniger der Papst, der in diesem Buch die Hauptrolle spielt, sondern Poggio, der B\u00fccherj\u00e4ger. Gemeinsam mit Oswald von Wolkenstein reist er in ein Kloster, das abgelegen in den Bergen liegt, um dort in der Bibliothek nach anderweitig verschollenen B\u00fcchern zu suchen. Tats\u00e4chlich finden Sie ein ausgesprochen interessantes Exemplar, das vom Abt des Klosters f\u00fcr so gef\u00e4hrlich gehalten wird, dass es sogar angekettet wurde. An diesem Ort begegnet ihnen auch Agnes von M\u00e4hren, eine Figur, die bald eine gr\u00f6\u00dfere Rolle in der Geschichte spielt und f\u00fcr Poggio eine noch gr\u00f6\u00dfere einnimmt.<\/p>\n<p>Oskar von Wolkenstein hat eigene Pl\u00e4ne und h\u00e4lt sich nicht an die Absprache mit Poggio. Dieser ist ein begnadeter B\u00fccherk\u00fcnstler und w\u00fcrde niemals ein Buch stehlen. Stattdessen w\u00fcrde er es lesen und abschreiben, um es dann nach Rom zu bringen. Doch von Wolkenstein interessiert sich nicht daf\u00fcr, er legt sogar Feuer der Bibliothek, um mit dem Buch entkommen zu k\u00f6nnen. Das l\u00e4sst Poggio nicht auf sich beruhen und jagt ihm hinterher.<\/p>\n<p>Der Autor, Dirk Husemann, arbeitet als Wissenschaftsjournalist und Arch\u00e4ologe, studierte Ur- und Fr\u00fchgeschichte, Klassische Arch\u00e4ologie und Ethnologie und schreibt Reportagen und Sachb\u00fccher, und gelegentlich eben auch den einen oder anderen historischen Roman. Seine Kenntnisse kommen ihm dabei ausgesprochen gelegen. Vollst\u00e4ndige historische Korrektheit liegt ihm allerdings nicht so sehr am Herzen, wie ein spannender Plot oder die zugrunde liegende Figur, deren Beweggr\u00fcnde er darstellt.<\/p>\n<p>Besonders gut hat mir an diesem historischen Roman gefallen, dass er sich trotz aller historischen Hintergr\u00fcnde und einer in gewisser Weise an die Zeit, \u00fcber die erz\u00e4hlt wird, angepassten Sprache geschrieben ist, ausgesprochen fl\u00fcssig und leicht lesen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>In den normalen Erz\u00e4hlfluss eingebunden sind immer wieder Kapitel, die mit einem Stundenglas gekennzeichnet sind. In diesen Kapiteln erz\u00e4hlt der Autor die Vorgeschichte Poggios, wie er zu dem Mann geworden ist, als der er sich den Leserinnen und Lesern heute pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Husemann gelingt es, seinen Figuren Leben und Tiefe einzuhauchen. Sowohl die Sympathietr\u00e4ger als auch die B\u00f6sewichte gestaltet er nachvollziehbar, sodass man als Leserin mit ihnen mitfiebert oder mitleidet.<\/p>\n<p>Das Buch h\u00e4lt die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite und ist damit wirklich ein historischer Roman, den man auch Leserinnen und Lesern empfehlen kann, die keine ausgesprochenen Geschichtsfans sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die B\u00fccherj\u00e4ger&#8220; von Dirk Husemann, Bastei L\u00fcbbe, Juni 2018 Dieser historische (Kriminal?-) Roman spielt zur Zeit des Konstanzer Konzils, also um das Jahr 1417. Es beginnt mit einer sehr am\u00fcsanten Szene, in der der Papst um sein Leben rennt. Genauer gesagt einer der P\u00e4pste, denn gerade sind drei von ihnen im Amt. 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